Thema Ausbau der Grenzanlagen

Grenzstreifen an der Ecke
Eberswalder/Oderberger/Schwedter Straße

Farbfotografie von Wolfgang Schubert
aus dem Jahr 1970

Bild 1: Grenzstreifen an der Ecke Eberswalder/Oderberger/Schwedter Straße

Das Foto verdeutlicht die Teilung von gewachsenen Wohnvierteln inmitten der Stadt. Die Straßen enden auf beiden Seiten der Mauer in einer Sackgasse.

Die leicht gelbstichige Farbfotografie zeigt einen Blick aus erhöhter Position über den Grenzstreifen in Richtung Osten. Unter blauem Himmel mit wenigen Wolken erstrecken sich die zwei menschenleeren Straßenschluchten mit grauen mehrgeschossigen Altbauten. Links die breite Eberswalder Straße, rechts die Oderberger Straße mit niedrigen Bäumen zu beiden Seiten. Die Eberswalder Straße endet in einer Straßenbahnwendeschleife. Zwei gelbe Straßenbahnen stehen auf Gleisen nebeneinander. Auf einem großen Parkplatz links daneben parken nur sehr wenige Autos. Am linken Bildrand beginnt der Jahn-Sport Park. Beide Straßen treffen im Bildvordergrund auf die hohe Hinterlandmauer und sind einige Meter davor durch rot-weiße Absperrgeländer vom Grenzbereich abgetrennt.

Die aus Beton gefertigte Hinterlandmauer zieht sich horizontal durch das Bild. An einigen Stellen ist der Putz ausgebessert und hinterlässt Flecken. In Höhe der Eberswalder Straße ist ein Zufahrtstor aus Metall eingelassen. Auf dem geschotterten Grenzstreifen fährt ein offener, dunkelgrüner Trabant Kübelwagen der Grenztruppen nach rechts. Darin sitzen zwei Grenzsoldaten. Parallel dazu sind zahllose Fahrzeugsperren zum Teil doppelreihig in dem unebenen Boden verankert. Die Sperren bestehen aus jeweils drei gekreuzten Stahlschienen.