Thema Ausbau der Grenzanlagen

Grenzstreifen zwischen Ruppiner Straße und Brunnenstraße

Farbfotografie von Uwe Gerig aus dem Jahr 1986

Bild 3: Grenzstreifen zwischen Ruppiner Straße und Brunnenstraße

Das Bild dokumentiert den Grenzstreifen in seiner letzten Ausbaustufe vor dem Fall der Mauer im Herbst 1989.

Das Farbfoto zeigt einen erhöhten Blick von West nach Ost in den sonnenbeschienenen Grenzstreifen. Leicht unscharf verläuft die Grenzmauer aus Beton diagonal im Vordergrund. Parallel dazu befindet sich ein schmaler Grünstreifen, dahinter folgt ein breiter, geharkter, sandiger Abschnitt, der sogenannte Kontrollstreifen. Dieser liegt neben dem Postenweg, einer asphaltierten Fahrbahn, die auf der rechten Seite von sehr hohen regelmäßig aufgestellten Lampenmasten gesäumt wird. Die Lampenköpfe sind in Richtung Westen ausgerichtet. Am linken Fahrbahnrand weiter entfernt erhebt sich ein quadratischer Wachturm aus Betonfertigteilen. Oben durchbricht ein schmales Fensterband die helle Fassade. Hinter dem Kontrollstreifen schließt sich ein weiterer Grünstreifen an, dort steht ein mannshoher sogenannter Signalzaun. Dieser besteht aus Alarmdrähten, die zwischen Betonpfeilern gespannt sind. Am Kopf der Pfeiler sind ypsilonförmige Abweiser - Übersteigsicherungen, montiert. Daran ragt Stacheldraht zu beiden Seiten des Zaunes zirka einen halben Meter über die Zaunlinie hinaus. Die auf der Ostseite stehende Hinterlandmauer schließt an eine fensterlose, blau verkleidete Giebelfassade einer Häuserzeile an. Gegenüber der Hinterlandmauer reihen sich weitere graue Altbauten in der Schönholzer Straße aneinander.