Thema Tourismus an der Mauer

Aussichtsplattform auf der Wolliner Straße

Schwarzweißfotografie von Edmund Kasperski aus dem Jahr 1980

Bild 12: Aussichtsplattform auf der Wolliner Straße

Nach fast zwanzig Jahren ist die betonierte Teilung der Stadt auch zur Touristenattraktion geworden. Die Aussichtsplattformen ermöglichten Einblicke in die Grenzanlagen und nach Ost-Berlin hinein.

Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt einen frontalen Blick auf die Grenzmauer, die quer über die Wolliner Straße verläuft. Die übereinander geschichteten flachen Betonplatten sind unverputzt. Davor befindet sich eine niedrigere Mauer, ebenfalls aus Betonplatten. In regelmäßigen Abständen ist auf diese in Großbuchstaben „KZ“ geschrieben. Direkt an der Mauer steht eine hölzerne Aussichtsplattform von etwa fünf Meter Höhe mit einem Treppenaufgang auf der linken Seite. Dicht gedrängt stehen viele Touristen und Touristinnen auf der Plattform. Ein Mann sieht durch ein Fernglas. Hinter dem Treppenaufgang steht ein französisches Sektorenschild, das von der Treppe zur Hälfte verdeckt wird. Auf der gepflasterten Wolliner Straße parken einige PKW vor der Mauer, von links nach rechts: ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen, ein beschädigtes Auto mit fehlenden Scheinwerfern und ein älterer Wagen. Am linken vorderen Bildrand ragt das Heck eines VW-Käfers ins Bild. Er ist vor dem breiten Gehweg abgestellt. Jenseits der Mauer erstrecken sich mehrgeschossige schmucklose Altbauten die Wolliner Straße entlang. Die Brandwände der ersten beiden Häuser links und rechts der Straße sind fensterlos und glatt verputzt.